Auf einen Kaffee

Moderation: Holger Erdrich und Frank Zumbruch

Posted on: 11. Juni 2009

moderatoren

Holger Erdrich und Frank Zumbruch sind Ihre Hosts, Gastgeber und Moderatoren.

Holger Erdrich, Eventmanager bei proevent, hat langjährige Moderatorenerfahrung, ebenso Frank Zumbruch, Grafikdesigner und Mitinhaber der Agentur WZP (Wolf, Zumbruch und Partner). Zusammen standen sie diesen Abend zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne (wenn man das so sagen kann). Was man aber auf jeden Fall von ihnen sagen kann: sie haben es gerissen!

Von elf bis zwölf – die offene Diskussion

Zu vorgerückter Stunde ging es noch einmal heiss her – die ewig aktuelle (und deswegen nicht mehr oder weniger prickelnde Frage, bzw.) Diskussion über on- oder offline, digital native oder immigrant, schneller oder entschleunigt? Der Wahrheitsfindung im Wege stand vielleicht auch das zweite Standbein der Kaffeerösterei Florian Steiner, die powerfullsten Pfälzer Lagen. Logische Konsequenz für das nächste mal: Konsequent Kaffee trinken!

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2 Antworten to "Moderation: Holger Erdrich und Frank Zumbruch"

Erst einmal mein Kompliment zur Veranstaltung. Hat mir beim nachträglichen Betrachten gut gefallen. Beim Live-Verfolgen am PC war ich ausgestiegen, da die Übertragungsqualität (zumindest zu Beginn, später mag dies besser geworden sein) zu anstrengend war. Die tolle Aufbereitung auf diesen Seiten entschädigt jedoch für die kleinen technischen Probleme. Eine Alternative ist natürlich die Anwesenheit „vor Ort“. Live und in Farbe – ohne Aussetzer.

Ich möchte nochmals auf das Hauptthema der Diskussionsrunde eingehen. Mir geht es wie Frank Zumbruch, ich arbeite mich Stück für Stück in das Thema „Social Media“ ein. Wenn man dann feststellt wie weit einem die langjährigen Experten (z.B. Lutz Berger, Helge Thomas und Andere) in ihrer Nutzung der Kanäle und Mechanismen voraus sind, dann kann man schon etwas Angst bekommen. Auf der anderen Seite muss ich dann immer wieder feststellen, dass ich meinem Umfeld wiederum um Längen voraus bin. Und dieser Teil an Personen ist größer als es sich jeder visionär denkende Kopf wünscht. XING, Twitter, Blogs, Podcast & Co. sind dort noch überhaupt nicht angekommen. Und ich habe das Gefühl, dass dies oftmals auch noch sehr lange dauern kann. Die Jugend ist mit Facebook, StudiVZ, werkenntwen & Co. zwar deutlich näher dran, lebt diese Welt aber auch nicht unbedingt in der Breite.

Wir dürfen daher weder den Fehler machen diese immer wichtiger werdenden Instrumente totzureden, noch uns von jedem Hype in der Form anstecken zu lassen, als ob die Welt nur noch nach den neuen Gesetzen funktioniert. Wenn inflationäre Nutzungsdaten veröffentlicht werden, muss man sich schon auch die Mühe machen und hinterfragen, in welcher Form sich die aktiven Nutzer engagieren (aktive Beiträge vs. Bewerten/Kommentieren vs. Lesen/Konsumieren) und wie viele Personen nur mal eben registriert sind.

Sicherlich hat es der US-Präsident Obama geschafft die Chancen der neuen Online-Aufmerksamkeit optimal für sich zu nutzen. Er hat jedoch über diesen Weg auch nicht die gesamte Bevölkerung direkt (im Sinne von Massenmedien) erreicht. Es war ein mehrstufiger Prozess, der mehrere Jahre lang gedauert hat. Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, welchen Einfluss die neuen Online-Tools haben um die Meinungsbildung bzw. Kaufentscheidungen zu beeinflussen. Hier liegen die Chancen sicherlich zukünftig noch stärker darin, die Menschen über sehr viele Kanäle (Plattformen und Absender) direkt und vor allem auch indirekt anzusprechen. Die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung wird zukünftig auf Grund der weiter zunehmenden Informationen und Auswahlmöglichkeiten noch komplexer werden. Daher wird es immer wichtiger bei den Experten, Meinungsbildnern und Multiplikatoren positioniert zu sein. Obama hat bspw. erst dann besonders profitiert, nachdem sich immer mehr führende Köpfe für ihn als „wählbare“ Alternative ausgesprochen haben. Bei Kaufentscheidungen drückt sich dies in der zunehmenden Bedeutung von Meinungsportalen wie ciao.de aus.

Es gilt die Menschen dort abzuholen, wo sich diese befinden. Es geht nicht darum, wo wir diese gerne hätten. Dennoch sollten alle Chancen genutzt werden, die die neuen Möglichkeiten bieten: multimediale Anreicherungen von Homepages/Blogs über Videos/Podcasts, Mitmach-Funktionalitäten, Weiterempfehlungsmechanismen. Die Online-Konsumenten werden mit zunehmender Erfahrung zu immer aktiver werdenden Mitgliedern der Online-Communities. Beim Online-Shopping sind die Nutzer in jedem Fall bereits angekommen.

In einem kurzen Austausch mit Lutz Berger ging es um die Passivität vieler Nutzer. Die Struktur der Internetnutzer unterscheidet sich zwar noch immer ein Stück weit vom Bevölkerungsdurchschnitt. Letztendlich ist es im Internet aber wie im „realen Leben“ oder mit dem bekannten 80:20-Prinzip. Die meisten Initiativen werden von einem kleinen Teil der Nutzer getragen. In einer XING-Gruppe ist es damit nicht anders wie in einem Verein oder bei einer Schulveranstaltung.

Nochmals zur Veranstaltung: Weiter so! Wieder ein Puzzle-Stein mehr für die Positionierung der Region. Der Austausch und die Vernetzung „untereinander“ ist wichtig. Es ist aber auch wichtig, diese Initiativen noch stärker bei den Unternehmen der Region bekannt zu machen, bestenfalls sogar über die Region hinaus.

vielen dank für den ausführlichen kommentar!

die technischen probleme sollten beim zweiten mal (wir kriegen eine dickere leitung!) behoben sein, was aber bleibt ist der von ihnen beschriebene gap.

der wird auch bleiben, er ist zudem nicht allein, zahlreiche risse begleiten die zunehmende atomisierung einer gesellschaft, die sowieso nie monolithisch war.

aber vor die wahl gestellt, tribes (retro) oder networks future), wähle ich die netzwerk-variante.

daher bin ich selbst gespannt, wie unsere sympathische kleine familienshow weitergeht! daher: bis zum nächsten mal! livie oder virtuell – wir sehen uns! ich sie auch?

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